{"id":8337,"date":"2025-03-05T11:04:55","date_gmt":"2025-03-05T10:04:55","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_seminar&#038;p=8337"},"modified":"2025-08-19T13:13:19","modified_gmt":"2025-08-19T11:13:19","slug":"pps-praxis-lean-production-2-0","status":"publish","type":"ept_veranstaltung","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/events\/pps-praxis-lean-production-2-0\/","title":{"rendered":"PPS.PRAXIS: Lean Production 2.0"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachbericht zum Seminar \u201ePPS.PRAXIS: Lean Production 2.0\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ingo Laqua, CIM Aachen GmbH<\/strong><br>Die CIM Aachen GmbH griff in ihrem Impulsvortrag die Problematik auf, dass viele Unternehmen nicht in ausreichendem Ma\u00dfe die Kundenw\u00fcnsche in Bezug auf Lieferf\u00e4higkeit und -flexibilit\u00e4t ber\u00fccksichtigen. Dabei ist die marktsynchrone Produktion der zentrale Stellhebel f\u00fcr langfristigen Unternehmenserfolg. Erreicht wird dies durch individuelle Produktionssysteme, die auf Basis von Produkt- und Produktionsstruktur die zentralen Stellhebel effiziente Prozesse definieren. Der IT kommt dabei die Rolle zu, diese Prozesse im Bedarfsfall zu unterst\u00fctzen. Wie Produktionssysteme effizient aufgebaut werden und unter welchen Rahmenbedingungen IT als Enabler f\u00fcr schlanke Prozesse zu sehen ist, zeigt der Vortrag auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Achim Olkner, Lenord &amp; Bauer<\/strong><br>Lenord + Bauer, Hersteller von Automationstechnik, musste aufgrund langer Lieferzeiten und einer Termintreue von unter 50% bereits erste Auftragsverluste verzeichnen, als man sich entschloss, die Unternehmenspro-zesse wertstromorientiert am Kundenbedarf auszurichten. Hierzu wurde auf die bereits vorhandene, intelligente Produktstruktur zur\u00fcckgegriffen, die die Basis f\u00fcr die Festlegung von Superm\u00e4rkten und differenzierten Steuerungsalgorithmen war. So werden einzelne Module heute bspw. kostenoptimiert vorgefertigt, w\u00e4hrend die Endmon-tage terminoptimiert (= Planung gegen unbegrenzte Kapazit\u00e4t) hierauf zugreift. Die Termin-treue konnte somit auf 95% gesteigert werden. Die neu definierten Prozesse wurden vollst\u00e4ndig in BaaN abgebildet. Erforderlich war hierzu aber neben der Anpassung diverser Materialstammdaten und Dispositionsparameter auch eine Reorganisation der Zugriffsrechte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Alan Newbegin, RollsRoyce<\/strong><br>RollsRoyce setzt schon seit vielen Jahren auf \u201emehr Mitarbeiterlogik statt Computerlogistik\u201c. Basis f\u00fcr die Reorganisation im Werk Oberursel war die Forderung des Managements nach einer \u201e40-day-engine\u201c, wonach ein vollst\u00e4ndiges Triebwerk innerhalb von 40 Tagen zu fertigen war. Durch diese deutlich reduzierte Durchlaufzeit sollten insbesondere die Best\u00e4nde, und damit das Working Capital, nachhaltig reduziert werden. Erreicht wurde dies durch schlanke Prozesse, deutlich reduzierte Losgr\u00f6\u00dfen (=1), Zellendesign sowie eine intelligente Vernetzung und Steuerung der Produktionsprozesse. SAP wird heute in erster Linie nur noch zur Bestandsf\u00fchrung genutzt (Material in Fertigung und R\u00fcckmeldung nach vollst\u00e4ndiger Fertigmeldung). Alle weiteren Zwischenschritte werden heute mit Lean Management-Tools wie bspw. ein Heijunka-Board, gesteuert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dr. Daniel Spielberg, SUSPA Holding GmbH<\/strong><br>Dr. Spielberg zeigt am Beispiel des Business Segments Powered Systems, wie schnell und pragmatisch Erfolge bei der systematischen Prozessumgestaltung zu erzielen sind. Hintergrund war bei SUSPA, dass das vorhandene Produktionssystem (1.0) nicht ausreichend die unterschiedlichen Anforderung der Business Segmente ber\u00fccksichtigte. Demzufolge wurde im Bereich Powered Systems der bottom-up-Ansatz zur Neuausrichtung des Produktionssystems gew\u00e4hlt. Hierbei haben die Mitarbeiter und Fertigungsverantwort-lichen innerhalb eine Woche die Montage vollst\u00e4ndig wertstromorientiert ausgerichtet, wodurch die Wertsch\u00f6pfung deutlich gesteigert und die Best\u00e4nde halbiert werden konnten. Der Einsatz entsprechender KANBAN-Tafeln ersetzt eine aufw\u00e4ndige Kapazit\u00e4tsplanung in SAP.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hans-Helmut Graef, SAP AG<\/strong><br>Hans-Helmut Graef zeigt in seinem Beitrag am Beispiel KANBAN auf, dass SAP durchaus in der Lage ist, schlanke Prozesse zu unterst\u00fctzen. Schlank hei\u00dft in diesem Fall, dass mit Hilfe des elektronischen KANBAN Prozesse (bspw. zum Nachf\u00fcllen von Beh\u00e4ltern) automatisch angesto\u00dfen werden und vollkommen beleglos durch die Fertigung laufen. Erreicht wird dies durch zweimaliges Scannen der KANBAN-Beh\u00e4lter, die einmal auf \u201evoll\u201c und einmal auf \u201eleer\u201c gesetzt werden. Selbst dieser Prozess kann noch durch Einsatz der RFID-Technologie weiter vereinfacht werden, indem die Beh\u00e4lter einfach durch entsprechende Gates gefahren werden. IT-unterst\u00fctzes KANBAN besitzt zudem den Vorteil der Transparenz, bspw. bei hallen- oder werk\u00fcbergreifenden Prozessen. SAP versteht sich deshalb in diesem Zusammenhang als \u201eLean Enabler\u201c, der schlanke Prozesse nicht nur unterst\u00fctzt sondern auch noch weiter verschlankt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachbericht zum Seminar \u201ePPS.PRAXIS: Lean Production 2.0\u201c Ingo Laqua, CIM Aachen GmbHDie CIM Aachen GmbH griff in ihrem Impulsvortrag die Problematik auf, dass viele Unternehmen nicht in ausreichendem Ma\u00dfe die Kundenw\u00fcnsche in Bezug auf Lieferf\u00e4higkeit und -flexibilit\u00e4t ber\u00fccksichtigen. Dabei ist die marktsynchrone Produktion der zentrale Stellhebel f\u00fcr langfristigen Unternehmenserfolg. 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