{"id":8185,"date":"2025-03-05T08:42:49","date_gmt":"2025-03-05T07:42:49","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_seminar&#038;p=8185"},"modified":"2025-08-19T13:13:22","modified_gmt":"2025-08-19T11:13:22","slug":"toolmanagement-in-der-praxis-2019","status":"publish","type":"ept_veranstaltung","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/events\/toolmanagement-in-der-praxis-2019\/","title":{"rendered":"Toolmanagement in der Praxis 2019"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nachbericht zum Seminar \u201e<em>Toolmanagement einfach machen oder machen lassen?<\/em>\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter dem Motto \u201eToolmanagement \u2013 Einfach machen oder machen lassen?\u201c empfing die CIM Aachen rund 60 Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte zur j\u00e4hrlichen Seminarreihe. Dr. G\u00f6tz Marczinski er\u00f6ffnete die Veranstaltung, die auch in diesem Jahr im Ulmer Maritim-Hotel stattfand, mit der Frage \u201eSo viel geredet, und wer f\u00e4ngt an?\u201c Er fasste zun\u00e4chst die wichtigsten Punkte f\u00fcr erfolgreiches Toolmanagement zusammen: \u201eToolmanagement hei\u00dft, die Hauptzeit zum Engpass zu machen, um dadurch neue Technologien wirksam einsetzen zu k\u00f6nnen,\u201c so die generelle Zielformulierung. Die Probleme f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung seien dabei meist menschliche. Scheu vor der Dimension der Aufgabe, zu geringe Ressourcen bei unrealistischen Zeitpl\u00e4nen oder die Illusion, dass Toolmanagement bereits umgesetzt sei, sind nur einige Beispiele f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Schwierigkeiten. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Formel L\u00b7V\u00b7W &gt; 0 erf\u00fcllt sein. \u201eEin gewisser Leidensdruck muss vorhanden sein. Es muss die Vision eines erstrebenswerten Ziels geben und das Wissen \u00fcber die ersten Schritte vorhanden sein\u201c, so Dr. Marczinski. Tats\u00e4chlich gibt es viele Beispiele f\u00fcr erfolgreich umgesetzte Toolmanagement Projekte, von denen einige im Verlauf des Tages vorgestellt werden sollten. \u201eWer nicht anf\u00e4ngt, wird nie fertig!\u201c so der eindringliche Er\u00f6ffnungsappell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell wurde die Veranstaltung von L\u00f6sungsanbietern flankiert, die sich und ihre Produkte in Kurzvortr\u00e4gen vorstellten. Boris Kaiser (CIMSOURCE, ToolPal), Bernd Schwennig (E. ZOLLER, Zoller TMS), Jan Heger (Hexagon, NCSimul), Georg von Vietinghoff (DSC, FactoryControl Center (SAP)), Milos Blagojevic (EXAPT, Exapt BMO) und Ulrich Alt (West, TopSolid) erl\u00e4uterten die L\u00f6sungsans\u00e4tze im Kontext des Tool- und Datenmanagements. Bei der herrschenden Systemvielfalt sind \u00dcberschneidungen von Kompetenzen keine Seltenheit, doch seien sich alle Anbieter der notwendigen Offenheit gegen\u00fcber Schnittstellen zu anderen Systemen durchaus bewusst. Unternehmens\u00fcbergreifende Zusammenarbeit statt Konkurrenz, so der allgemeine Konsens, seien die Grundvoraussetzung, um am Markt bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Reihe der Praxisvortr\u00e4ge wurde von Michael Trebing, SIM Automation GmbH, er\u00f6ffnet. Er erl\u00e4uterte die Herausforderungen und Erfolge bei der Einf\u00fchrung eines Toolmanagement-Systems in der hochdynamischen Einzelfertigung. \u201eWir setzen unsere Auszubildenden direkt in der ersten Woche an das System\u201c so Herr Trebing. Fehler von diesen seien durch die vereinfachte Men\u00fcf\u00fchrung des Zoller-TMS und Rechtebeschr\u00e4nkungen kaum m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Simsek-1024x678-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8187\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Simsek-1024x678-1.jpg 1024w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Simsek-1024x678-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Simsek-1024x678-1-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>A. Simsek, NEAPCO Europe GmbH, erkl\u00e4rt die Vorteile des cloudbasierten Toolmanagementsystems ToolPal der CIMSOURCE GmbH<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ahmet Simsek, NEAPCO Europe GmbH, zeigte, welche Vorz\u00fcge das cloudbasierte Toolmanagement-System ToolPal der CIMSOURCE GmbH bietet. Das f\u00e4ngt bei der einfachen Implementierung an, die praktisch mit einem simplen Log-In erledigt ist. Der Funktionsumfang wird anwendungsgerecht zurechtgeschnitten, und Sorgen um die notwendige Hardware muss man sich auch nicht machen. Heute sind nahezu 400 Anwender am System angemeldet, f\u00fcr die keine eigenen Lizenzen zu beschaffen waren. Dadurch ist das System sehr kosteng\u00fcnstig. Und Schwachstellen? So die Frage aus dem Auditorium. \u201eWenn es eine gibt, dann unsere eigene Internet-Leitung\u201c, so Simsek. Wenn die verf\u00fcgbare Bandbreite durch Downloads der Produktentwicklung reduziert wird, sinken die Reaktionszeiten. Deswegen wird jetzt eine zus\u00e4tzliche Leitung bei Neapco geschaltet. \u201e\u00dcbrigens eine der wenigen Aktionen, f\u00fcr die sie die IT-Abteilung brauchen\u201c, nennt Simsek einen weiteren Vorteil der Cloud-L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dominique Preis, CIM Aachen GmbH, berichtet aus den Erfahrungswerten verschiedener Projekte, welche Punkte vor der Einf\u00fchrung eines Toolmanagement-Systems zu beachten seien. Know-How-Konservierung und Berechnung von Kostenpotenzialen machten Toolmanagement zwingend erforderlich. Daf\u00fcr m\u00fcsse zun\u00e4chst nach Aufnahme des IST-Zustands eine gemeinsame Zielvorstellung formuliert werden. Die Formel 30-20-10 (Reduzierung der Werkzeug-Best\u00e4nde um 30%, der -Vielfalt um 20% und der Kosten um 10%) bietet hierf\u00fcr einen guten Rahmen, was auch von den anwesenden Praktikern best\u00e4tigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Matthias Kurth, Volkswagen Sachsen GmbH, Motorenwerk Chemnitz, schilderte nun die Entwicklung des Toolmanagements in seinem Unternehmen. Die begann bereits 1998 mit der Auslagerung an einen Dienstleister, wurde seit 2002 aber aufgrund der hohen Kosten schrittweise wieder zur\u00fcckgeholt, bis der heutige Zustand der teilweise ausgelagerten Werkzeugverwaltung erreicht wurde. Das Motto der Veranstaltung \u201eMachen oder machen lassen?\u201c wurde hier auf \u201eWas kann ich gut und wo sollte ich mir helfen lassen?\u201c heruntergebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andreas Stocker, Robert Bosch GmbH, Werk N\u00fcrnberg, beschrieb zum Abschluss der Vortragsreihe die Einf\u00fchrung eines Toolmanagement-Systems in einem Betrieb der \u201eextremen Serienfertigung\u201c. Fast 5 Millionen ann\u00e4hernd gleiche Teile werden jedes Jahr herstellt. In der Ausgangssituation seien Werkzeugoptimierungen aufgrund von \u201ewochenlangen\u201c Codeanpassungen gehemmt gewesen. Mit der Einf\u00fchrung von Data Matrix Codes (DMC) zur eindeutigen Identifikation von Werkzeugen konnten Korrekturwerte nun am Werkzeug selbst hinterlegt werden, wodurch Hardwareinnovationen nun schnell umgesetzt werden k\u00f6nnten. Bei der Auswahl des passenden Toolmanagement-Systems fand er dabei eine, seiner Meinung nach, zu hohe Komplexit\u00e4t vor. \u201eMein Smartphone hat 420 Funktionen, davon nutze ich 18,\u201c so Herr Stocker. Deshalb habe er ca. 80% der Funktionen des eingesetzten Toolmanagement-Systems entfernt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"679\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Austeller-1024x679-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8190\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Austeller-1024x679-1.jpg 1024w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Austeller-1024x679-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Austeller-1024x679-1-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die abschlie\u00dfende Podiumsdiskussion: Die Aussteller stehen Rede und Antwort<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die abschlie\u00dfende Podiumsdiskussion wurde in diesem Jahr von den Ausstellern \u00fcbernommen. Es stellte sich heraus, dass der Punkt des \u201eReturn on Investment\u201c oft schon nach einem Jahr erreicht w\u00fcrde. Generell sei die Einf\u00fchrung von Toolmanagement-Systemen nur in Verbindung mit einer ausf\u00fchrlichen Beratung sinnvoll, um die Menge an Herausforderungen identifizieren und \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen. Von dynamischer Einzelfertigung bis zur Gro\u00dfserienproduktion \u2013 Toolmanagement senkt die Kosten, konserviert Know-How und erm\u00f6glicht Innovation. Sollten Sie noch nicht angefangen haben, holen Sie sich Hilfe von den Profis und vor allem: fangen Sie jetzt an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David Westerbarkey<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zielgruppe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fchrungs- und Fachkr\u00e4fte aus den Bereichen Einkauf, Fertigung, Arbeitsvorbereitung und NC-Planung von mittelst\u00e4ndischen und gro\u00dfen Produktionsunternehmen, Unternehmer der Werkzeugbranche, Werkzeugh\u00e4ndler und Maschinenhersteller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachbericht zum Seminar \u201eToolmanagement einfach machen oder machen lassen?\u201c Unter dem Motto \u201eToolmanagement \u2013 Einfach machen oder machen lassen?\u201c empfing die CIM Aachen rund 60 Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4fte zur j\u00e4hrlichen Seminarreihe. Dr. G\u00f6tz Marczinski er\u00f6ffnete die Veranstaltung, die auch in diesem Jahr im Ulmer Maritim-Hotel stattfand, mit der Frage \u201eSo viel geredet, und wer f\u00e4ngt &#8230; <a title=\"Toolmanagement in der Praxis 2019\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/events\/toolmanagement-in-der-praxis-2019\/\" aria-label=\"Read more about Toolmanagement in der Praxis 2019\">Weiterlesen &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":235742854,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":true,"_links_to":"","_links_to_target":""},"ept_veranstaltung_list":[60],"class_list":["post-8185","ept_veranstaltung","type-ept_veranstaltung","status-publish","hentry","ept_veranstaltung_list-vergangene-seminare"],"acf":[],"mb":[],"mfb_acf":[],"mfb_rest_fields":["title","generateblocks_dynamic_data_disabled","generateblocks_content_has_dynamic_markers"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/ept_veranstaltung\/8185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/ept_veranstaltung"}],"about":[{"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ept_veranstaltung"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/235742854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"ept_veranstaltung_list","embeddable":true,"href":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/ept_veranstaltung_list?post=8185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}