{"id":4665,"date":"2001-04-30T13:16:00","date_gmt":"2001-04-30T11:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4665"},"modified":"2025-02-10T10:54:00","modified_gmt":"2025-02-10T09:54:00","slug":"e-business-wir-haben-doch-sap-was-nun","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/e-business-wir-haben-doch-sap-was-nun\/","title":{"rendered":"E-Business &#8211; Wir haben doch SAP, was nun ?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dr. G\u00f6tz Marczinski, Dr. Stephen Kiesewetter<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Wer hat eigentlich gesagt, alles wird mit eBusiness in max. 3 Monaten viel schneller, besser, h\u00f6her, weiter? Vor 12 Monaten haben sehr viele dies geschrieben, gesagt oder zumindest geglaubt. Heute war es keiner gewesen &#8211; und heute wussten wir alle das ja vorher. Die eRevolution ist tot &#8211; lang lebe die eVolution.<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"288\" height=\"216\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4666\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap.jpg 288w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap-200x150.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Der Teufel steckt im Detail, auch im eBusiness. Und solide Detailarbeit und damit auch das Austreiben von Teufeln ben\u00f6tigt Zeit. Die Effekte von eBusiness sind erstrebenswert, die Art, wie sie bisher erreicht werden sollten, ist es nicht.<br>Aus der Erfahrung von eBusiness-Projekten wissen wir: Nur wenn es gelingt, die Prozesse mit den neuen Informationspotenzialen zu synchronisieren, werden die Investitionen sich rentieren und Bestand haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Ein Beispiel: In einer mittelst\u00e4ndischen Unternehmensgruppe wird in mehreren Kraftakten SAP an den diversen Standorten eingef\u00fchrt. Berater haben F\u00fchrungskr\u00e4ften auf einem Seminar \u201eSupply Chain Management (SCM)&#8221; Funktionen dargestellt. Jetzt steht die Frage an: Sollen wir i2 (eines der \u201egro\u00dfen&#8221; Softwaresysteme f\u00fcr das sog. SCM) einf\u00fchren?<br>Technologisch ist die Frage schnell beantwortet, denn bei i2 bekommt man sehr viel Funktionalit\u00e4t f\u00fcr&#8217;s Geld. Im Sinne der soliden Detailarbeit muss die Frage allerdings gut gepr\u00fcft und systematisch beantwortet werden. Dazu z\u00e4hlen folgende Punkte:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Wof\u00fcr brauchen wir SCM?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Teilfunktionen bringen f\u00fcr uns welchen Effekt?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Informationen sind heute verf\u00fcgbar?<\/li>\n\n\n\n<li>.Woher kommen diese Informationen?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Voraussetzungen f\u00fcr die gew\u00fcnschten Funktionen sind zu erf\u00fcl\u00adlen?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"330\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4668\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap2.jpg 285w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/sap2-259x300.jpg 259w\" sizes=\"auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Frage Nr.1<\/strong> wird nach dem Seminarbesuch schnell beantwortet: Mit besserer Information \u00fcber die Kundenauftr\u00e4ge kann das Produktionswerk C seine Beschaffung optimieren &#8211; oder die Lieferanten optimieren die Lieferungen selbstst\u00e4ndig. Dadurch werden Verschrottungen in H\u00f6he von 1 Million Euro und Kapitalkosten in H\u00f6he von 0,5 Millionen Euro pro Jahr vermieden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Damit ist auch <strong>Frage 2 <\/strong>weitgehend beantwortet: Die Funktion Vorausplanung (neudeutsch: \u201eAdvance Planning&#8221;) sorgt f\u00fcr die Verkn\u00fcpfung von Informationen \u00fcber die Grenzen logistischer Bereiche hinweg. Damit lassen sich Planungen f\u00fcr ein Gesamtoptimum erstellen, statt ein Teil-Optimum f\u00fcr jeden Bereich zu planen. Die gew\u00fcnschten Effekte sind bereits genannt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Nun zu den <strong>Fragen 3 und 4<\/strong>: Die logistischen Prozesse werden heute in SAP durch Bestellvorg\u00e4nge abgebildet. Die dazu erforderlichen Informationen sind verf\u00fcgbar. Allerdings sind z.B. Materialnummern f\u00fcr ben\u00f6tigte M6x40 Schrauben in jeder logistischen Einheit unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Daraus ergibt sich die Antwort zu <strong>Frage 5<\/strong>: Die Funktion Advance Planning bekommt man fast zum Nulltarif, wenn man f\u00fcr eine Homogenisierung der Materialnummern sorgt &#8211; eigentlich f\u00fcr ein Unternehmen eine Binsenweisheit. Wenn das erreicht ist, dann l\u00e4sst sich wegen der bereits vorhandenen Daten in SAP die Funktion Advance Planning sicher einfacher mit einem SAP-Modul realisieren (mySAP.com Funktion APO), als mit Konkurrenzprodukten, die aufwendig integriert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"191\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/kiesewetter.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4669\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><br><br><strong>Fazit:<\/strong><br>Mindestens 80% der Arbeit werden f\u00fcr die Homogenisierung der Materialnummern und anderer Prozesse ben\u00f6tigt, der Restaufwand ist f\u00fcr das Training der neuen IT-Funktion vorzusehen. Wer derartige Homogenisierungsprojekte mitgemacht hat, wei\u00df, wie viel Herzblut z.B. an Nummern h\u00e4ngt und wie zeitaufwendig es demzufolge ist, sie zu \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Mit Fach-und Sachkenntnis sind die relevanten Fragen 1.-5. schnell zu beantworten. Die Arbeit, die aus den Antworten resultiert, ist je nach Antwort komplex und zeitaufwendig.<br>Wir beantworten derartige Fragen gerne zusammen mit Ihnen &#8211; schnell, pragmatisch und kosteng\u00fcnstig. Den Start dazu sollte ein zweit\u00e4giger Workshop bilden. Dazu werden wir bei Interesse Ihre Anforderungen mit einigen Fragen vor dem Workshop erfassen. Nach dem Workshop realisieren wir mit Ihnen zusammen die daraus resultierenden Projekte &#8211; ebenfalls ergebnisorientiert, pragmatisch und bis zur vollen Funktionsf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in CIMAktuell, November 2001<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. G\u00f6tz Marczinski, Dr. Stephen Kiesewetter Wer hat eigentlich gesagt, alles wird mit eBusiness in max. 3 Monaten viel schneller, besser, h\u00f6her, weiter? Vor 12 Monaten haben sehr viele dies geschrieben, gesagt oder zumindest geglaubt. Heute war es keiner gewesen &#8211; und heute wussten wir alle das ja vorher. 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