{"id":4431,"date":"2005-04-30T09:58:00","date_gmt":"2005-04-30T07:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4431"},"modified":"2024-04-30T10:00:37","modified_gmt":"2024-04-30T08:00:37","slug":"toolservice-auf-dem-pruefstand","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/toolservice-auf-dem-pruefstand\/","title":{"rendered":"Toolservice auf dem Pr\u00fcfstand"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wolfgang Pittrich<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/toolservice1.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seminar der CIM GmbH Aachen zur Dienstleistung Toolmanagement \u2013 M\u00f6glichkeiten und Rahmenbedingungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Serviceangebote rund um die Pr\u00e4zisionswerkzeuge reichen von der Versorgung mit Komponenten \u00fcber die Datenbereitstellung f\u00fcr den elektronischen Einkauf (E-Procurement) bis zur Unterst\u00fctzung der Prozessauslegung und Werkzeugdokumentation. Die Aachener CIM GmbH beleuchtete in einem Seminar, was m\u00f6glich und sinnvoll ist \u2013 und worauf der Anwender achten sollte.<\/strong><br><br>Sichtbares Zeichen der Entwicklung sind die Werkzeugautomaten, die heute zum Standardangebot der Werkzeughersteller und -h\u00e4ndler geh\u00f6ren. Doch Dienstleistungsangebote gibt es zu allen Hauptprozessen des Toolmanagements: zur Beschaffungslogistik, zur Werkzeugbereitstellung an die Maschinen sowie zu Prozessauslegung und Dokumentation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Erfolgreiches Toolmanagement bedeutet, den technologischen Fortschritt der Zerspantechnologien in die Fertigung zu bringen und Hauptzeiten betriebswirtschaftlich nutzbar zu machen. Im Einzelnen zielt Toolmanagement auf: optimierten Technologieeinsatz, verringerte Maschinenstillst\u00e4nde dank gesteigerter Werkzeugverf\u00fcgbarkeit sowie optimierter Wechselzyklen, reduzierte Werkzeugbest\u00e4nde und verringerte Werkzeugvielfalt und schlie\u00dflich minimierten Aufwand f\u00fcr die Werkzeugver- und -entsorgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Wie ein Werkzeughersteller die f\u00fcr das Toolmanagement notwendigen T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen kann, wurde am Beispiel der CTMS-Division der ISCAR GmbH dargestellt. Die Besonderheit des Angebots der CTMS ist die Vermittlung von Technologien und Bearbeitungsmethoden aus einer Hand \u2013 eine sp\u00fcrbare Entlastung des Anwenders bei Werkzeugplanung, Aufplanung und Schnittdatenberechnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Demgegen\u00fcber geh\u00f6rt die logistische Dienstleistung heute zum Standardangebot vieler Lieferanten, zu denen insbesondere auch etablierte H\u00e4ndler z\u00e4hlen. In der Praxis werden vom Lieferanten versorgte und gef\u00fchrte Konsilager beim Anwender eingerichtet, die Bezahlung erfolgt nach Entnahme gem. dem tats\u00e4chlichen Verbrauch. Die Einbindung des externen Nachschleif- und Beschichtungsservices geh\u00f6rt in vielen F\u00e4llen zum Dienstleistungsangebot.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/toolservice2.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Allgemein wurde der Trend best\u00e4tigt, dass sich Werkzeughersteller und -h\u00e4ndler aus unterschiedlichen Richtungen auf das gleiche Ziel, die Voll-Service-Dienstleistung hin entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Allerdings ist die Bereitstellung voreingestellter Werkzeuge an die Maschinen in der Praxis noch selten, vor allem in der Serienfertigung anzutreffen, wo die Werkzeugwechsel vorhersehbar \u00fcber die Standmenge (Verschlei\u00df) getriggert sind. Ansonsten erfordert die Unterst\u00fctzung des Werkstattkreislaufs die Verkn\u00fcpfung des Dienstleisters mit der Auftragssteuerung, um den Werkzeugbedarf aus dem zu fertigenden Produktmix ableiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">\u201cUm den m\u00f6glichen Nutzen bewerten zu k\u00f6nnen, empfehlen wir dem Anwender, sich zu verdeutlichen, welche Kostenposition ein Dienstleister beeinflussen k\u00f6nnte, und den jeweiligen Spielraum einzusch\u00e4tzen\u201d, erkl\u00e4rt G\u00f6tz Marczinksi von der CIM GmbH, Aachen. \u201cIn erster Linie sind das die direkten Werkzeugkosten, in zweiter Linie die indirekten Werkzeugkosten.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Neben der Kostenersparnis kann ein Dienstleister auch die Kostenstruktur positiv beeinflussen. Der \u201eKlassiker\u201c ist hier die \u00dcbernahme der Werkzeugbest\u00e4nde seitens des Lieferanten, die damit schlagartig aus der Bilanz verschwinden. Die Bereitstellung der Infrastruktur einschlie\u00dflich der zur Bewirtschaftung notwendigen Software reduziert das Fixkostenrisiko f\u00fcr den Anwender weiter. Schlie\u00dflich bringt ein Dienstleister immer dann strukturelle Vorteile, wenn er den Personaleinsatz zu geringeren S\u00e4tzen kalkulieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Ein wesentliches Kriterium zur Differenzierung von Dienstleistungsangeboten ist die Integrationsleistung, die der Endanwender auf den Lieferanten verlagern will. Die ist einerseits entsprechend der drei Kreisl\u00e4ufe des Toolmanagements unterteilt, die wieder in unterschiedlichen Technologien gegliedert sein k\u00f6nnen. Es ist durchaus ge\u00fcbte Praxis, f\u00fcr Kernbereiche (f\u00fcr die Zahnradbearbeitung im Getriebebau) die Planung und Auslegung im eigenen Haus zu machen, wenn auch sonst ein Full-Service-Betreibermodell gefahren wird.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/toolservice3.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Marczinski schl\u00e4gt vor, unterschiedliche Serviceangebote entlang der Dimensionen \u201eAufgabenumfang\u201c und \u201eRisiko\/Verantwortung\u201c zu bewerten. Der Aufgabenumfang ist in die drei Kreise Fabrikversorgung, Werkstattkreislauf und Planungsunterst\u00fctzung unterteilt. Das Risiko des Lieferanten bezieht sich einerseits auf operative Ziele und die direkte Fixkosten\u00fcbernahme (wem geh\u00f6ren Best\u00e4nde? Infrastruktur?), andererseits auf das Variabilisieren des Produktivit\u00e4ts-Risikos (bezahlt nach Verbrauch, nach St\u00fcckzahl, nach Gut-St\u00fcck).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">In dieser Systematik gibt es zwei Demarkationslinien: Einerseits gelten f\u00fcr die Technologieberatung andere Integrationskriterien als f\u00fcr die Logistik. Auch wenn in der Praxis h\u00e4ufig die Werkzeugversorgung \u00fcber einen Lieferanten abgewickelt wird, haben die \u00fcbrigen Lieferanten direkten Kontakt zum Anwender.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/toolservice4.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Die zweite Demarkationslinie ist durch den \u00dcbergang von der Dienstleistung auf ein Betreibermodell definiert. Im Betreibermodell \u00fcbernimmt der Betreiber auch das Risiko der strategischen Produktivit\u00e4t. Im Gegensatz zur normalen erfolgsabh\u00e4ngigen Bezahlung ist der Betreiber auch im Risiko bez\u00fcglich des Z\u00e4hlers der Produktivit\u00e4tsgleichung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">CIM erwartet, dass Logistik als Dienstleistung k\u00fcnftig zum Standardrepertoire der Lieferanten geh\u00f6ren wird. Als Differenzierungskriterium des Servicegrads wird sich die Steuerung des Werkstattkreislaufs herausbilden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Integrierte Dienstleistung (Lo-gistik und Technologie) werden sich f\u00fcr technologisch fokussierte Werke durchsetzen. Hauptanbieter werden die entsprechenden Werkzeughersteller sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Betreibermodelle werden von Maschinenherstellern f\u00fcr integrierte Fertigungszellen angeboten oder von spezialisierten Anbietern f\u00fcr gesamte Werke. Das scheint der derzeit wachstumsst\u00e4rkste Bereich zu sein, weil sich dieses Konzept insbesondere f\u00fcr den Aufbau von dezentralen Fertigungsstrukturen eignet und aktuelle Trends zum Outsourcing unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in Fertigung, Juni 2005<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Pittrich Seminar der CIM GmbH Aachen zur Dienstleistung Toolmanagement \u2013 M\u00f6glichkeiten und Rahmenbedingungen Serviceangebote rund um die Pr\u00e4zisionswerkzeuge reichen von der Versorgung mit Komponenten \u00fcber die Datenbereitstellung f\u00fcr den elektronischen Einkauf (E-Procurement) bis zur Unterst\u00fctzung der Prozessauslegung und Werkzeugdokumentation. 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