{"id":4380,"date":"2005-04-30T09:23:00","date_gmt":"2005-04-30T07:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4380"},"modified":"2024-11-07T15:38:03","modified_gmt":"2024-11-07T14:38:03","slug":"marktueberblickwas-leisten-mes-systeme","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/marktueberblickwas-leisten-mes-systeme\/","title":{"rendered":"Markt\u00fcberblick:Was leisten MES-Systeme?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Thomas Pehl, Ingo Laqua<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Manufaturing Execution Systeme (MES) schlie\u00dfen im Produktionsbetrieb die L\u00fccke zwischen Produktionsplanung und Produktionsdatenerfassung. Das Leistungsspektrum dieser Systeme ist aber sehr unterschiedlich und beinhaltet h\u00e4ufig nicht die Funktionalit\u00e4ten, die ein Unternehmen braucht. Ein Markt\u00fcberblick hilft, schwerwiegende Fehlentscheidungen zu vermeiden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Der Markt f\u00fcr Manufacturing Execution-Systeme (MES) w\u00e4chst kontinuierlich. Wachstumsraten von 20% p.a. mit einem erwartetem Volumen von 12,5 Mrd. $ in 2008 versprechen den Softwareanbietern profitable Gesch\u00e4fte. Auch auf dem deutschen Markt, wo etwa 10% des Gesamtvolumens umgesetzt werden (Quelle: Boston Consulting Group).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Anforderungen an MES-Systeme<\/strong><br>Doch was hat der Anwender davon? Der Anwender verspricht sich von MES-Systemen einen besseren \u00dcberblick \u00fcber die Ist-Situation der Produktion, um daraus ableitend die Produktionsressourcen besser planen und die Produktivit\u00e4t steigern zu k\u00f6nnen. Kurz ein Hilfsmittel, um Herstellkosten nachhaltig zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Ein Blick auf die am Markt vertretenen Systeme zeigt, dass viele Anbieter das Marktpotenzial durchaus erkannt haben und sogenannte MES-Systeme anbieten. Die zur Verf\u00fcgung stehenden Funktionalit\u00e4ten decken aber nicht immer die Anforderungen der Anwender.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"253\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/mes05-1.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-4381\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>MES-Funktionalit\u00e4ten<\/strong><br>Die Kernfunktionalit\u00e4ten, die ein MES-System ausmachen, sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Umfassende Ist-Datenerfassung (Prozessdaten, Produktdaten, Maschinenstatistik etc.),<\/li>\n\n\n\n<li>Prozesskontrolle und Datenanalyse (Statistische Prozesskontrolle, Abweichungs- und Trendanalysen etc.),<\/li>\n\n\n\n<li>Feinplanung (Scheduling, Reihenfolgeplanung, Belegungsplanung etc.) und<\/li>\n\n\n\n<li>Wartungsmanagement (vorbeugende Instandhaltung, Ausfallanalysen etc.)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Der planungsorientierte Ansatz<\/strong><br>Bietet ein MES-System bspw. keine Ist-Datenerfassung, fehlen wesentliche Informationen, um gezielte Ma\u00dfnahmen zur Produktivit\u00e4tssteigerung einleiten zu k\u00f6nnen. In diese Kategorie fallen zum einen Systemanbieter, die ihren Schwerpunkt im Bereich des Enterprise Ressource Planning (ERP) und Advanced Planning and Scheduling (APS) haben und keine bzw. sehr beschr\u00e4nkte M\u00f6glichkeiten zur Produktionsdatenerfassung besitzen. Zum anderen sind hier kleinere Softwareh\u00e4user vertreten, die keine vollst\u00e4ndige Funktionspalette anbieten. Beispiele hierf\u00fcr sind BIONIC TOOLS (Dr. Sander Associates Software GmbH), Syste Line (Frontstep GmbH) oder prophet 2 (OPTI-X-SOFT DV-Systeme GmbH).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Demgegen\u00fcber stehen ERP-Systeme mit vollst\u00e4ndig integrierten MES-L\u00f6sungen wie bspw. pispenta (PSI AG) oder infor:com (infor business solution AG). F\u00fcr Unternehmen, die \u00fcber eine nachtr\u00e4gliche Einf\u00fchrung einer MES-standalone-L\u00f6sung nachdenken sind dies jedoch kaum Alternativen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Der prozessorientierte Ansatz<\/strong><br>Andere Anbieter kommen vom unteren Ende der IT-Hierarchie, von der Sensorik, Robotik und Maschinensteuerung. Hierzu geh\u00f6ren bspw. Proficy (GE Fanuc) oder SIMATIC IT Production Suite (Siemens). Diese Systeme haben ihre St\u00e4rke in der Ansteuerung von Maschinen und Anlagen, in der Produkt-\/Prozessdatenerfassung und \u2013auswertung. Demzufolge kommen solche Systeme h\u00e4ufig in kontinuierlichen Fertigungsprozessen zum Einsatz, die eine permanente Prozess\u00fcberwachung erforderlich machen (bspw. Pharma-, Glas-, Stahlindustrie).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"283\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/mes05-2.gif\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">In vielen F\u00e4llen kommt hier jedoch die Feinplanung zu kurz, d.h. die gewonnen Informationen aus dem Produktionsprozess k\u00f6nnen nicht oder nur umst\u00e4ndlich von (separaten) ERP- oder APS-Systemen in die Planung \u00fcbernommen werden, der gew\u00fcnschte \u201eSelbstlerneffekt\u201c bleibt aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Die \u201eAllrounder\u201c<\/strong><br>Neben den Systemen mit eindeutigem Schwerpunkt gibt es die \u201eAllrounder\u201c, die i.d.R. die meisten erforderlichen Funktionalit\u00e4ten anbieten und somit durchaus f\u00fcr eine standalone-L\u00f6sung geeignet sind. Beispiele hierf\u00fcr sind MRM (ADICOM Informatik GmbH) oder cronet work (Industrie Informatik GmbH). Wie bei jedem \u201eAllrounder\u201c findet jedoch nicht jeder Anwender eine Antwort auf seine spezifische Problemstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Interessant kann f\u00fcr den Anwender aber auch die ein oder andere Branchenl\u00f6sung sein, die von den Softwareh\u00e4usern angeboten wird. Aufgrund der sich dort stellenden Anforderungen, haben einige Anbieter ihre Software bspw. speziell auf die Lebensmittelindustrie (Produktgenealogie) oder die Zulieferindustrie (JIT\/JIS) ausgerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><br>Es lohnt sich auf jeden Fall, sich von einem neutralen Kenner des Marktes beraten zu lassen. Fragen Sie uns!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in CIMAktuell, Januar 2005<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Pehl, Ingo Laqua Manufaturing Execution Systeme (MES) schlie\u00dfen im Produktionsbetrieb die L\u00fccke zwischen Produktionsplanung und Produktionsdatenerfassung. Das Leistungsspektrum dieser Systeme ist aber sehr unterschiedlich und beinhaltet h\u00e4ufig nicht die Funktionalit\u00e4ten, die ein Unternehmen braucht. Ein Markt\u00fcberblick hilft, schwerwiegende Fehlentscheidungen zu vermeiden. Der Markt f\u00fcr Manufacturing Execution-Systeme (MES) w\u00e4chst kontinuierlich. 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