{"id":4370,"date":"2006-04-26T12:33:00","date_gmt":"2006-04-26T10:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4370"},"modified":"2024-04-26T12:35:51","modified_gmt":"2024-04-26T10:35:51","slug":"einsparpotenzial-optimal-ausschoepfen","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/einsparpotenzial-optimal-ausschoepfen\/","title":{"rendered":"Einsparpotenzial optimal aussch\u00f6pfen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Serie Werkzeugverwaltung in der Praxis, Teil 1 <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Richtig eingesetztes Toolmanagement kann gro\u00dfe Zeit- und Kosteneinsparungen realisieren. Trotzdem ist es um diesen Bereich etwas still geworden. Zusammen mit der CIM GmbH, Aachen, will die Zeitschrift fertigung in einer mehrteiligen Serie die M\u00f6glichkeiten, die in praxisnahem Toolmanagement stecken, herausarbeiten. Denn die Produktivit\u00e4tspotenziale jenseits der Schneide sind nicht zu verachten!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"311\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4372\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-1.jpg 500w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-1-300x187.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Dass Toolmanagement (TM) einen wichtigen Baustein f\u00fcr das wirtschaftliche Zerspanen bildet, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. An Erfolgsmeldungen aus unterschiedlichen Branchen und belastbaren Referenzen der entsprechenden Systemanbieter mangelt es nicht. Trotzdem ist es in der j\u00fcngsten Vergangenheit ruhig geworden um dieses Thema. Offensichtlich sind in den vergangenen Jahren mehr grunds\u00e4tzliche Themen der Fertigung im Fokus des Managements gewesen. Mit der anziehenden Konjunktur wird diese &#8220;Funkstille&#8221; \u00fcberwunden werden, denn nach der Konsolidierungsphase geht es jetzt wieder vermehrt darum, mehr aus den bestehenden Betrieben herauszuholen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Und dazu m\u00fcssen auch Produktivit\u00e4tspotenziale jenseits der Schneide erschlossen werden. Grund genug, das Thema Toolmanagement wieder ins Bewusstsein zu rufen. Dazu plant die CIM GmbH, Aachen, Anbieter und Anwender von Toolmanagement-Systemen bei einem Seminar in den Dialog zu bringen (siehe Kasten &#8220;Zur Sache&#8221;). Der Markt f\u00fcr Toolmanagement- Software ist ein Nischenmarkt. Allerdings ist das Marktpotenzial f\u00fcr die entsprechenden Anbieter solcher Systeme noch l\u00e4ngst nicht erschlossen. Derzeit aktualisiert die CIM GmbH dazu eine im Jahr 2003 durchgef\u00fchrte Potenzialanalyse zu diesem Thema. Es zeichnet sich ab, dass es zwar Verschiebungen, aber keine grunds\u00e4tzlichen \u00c4nderungen gibt. Das Marktpotenzial f\u00fcr Toolmanagement-Software in Deutschland wird auf mehr als 50 Mio. Euro gesch\u00e4tzt. Diese Einsch\u00e4tzung st\u00fctzt sich auf das statistischen Jahrbuch: Demnach k\u00f6nnen mehr als 45 000 Betriebe dem verarbeitenden Gewerbe zugerechnet werden. Anhand der entsprechenden Branchenschl\u00fcssel sind ein Drittel dieser Betriebe mit mechanischer Bearbeitung ausgestattet. Von diesen Unternehmen sind nur Betriebe jenseits der 40 Mitarbeiter betrachtet worden, so dass sich die Zahl der Kandidaten auf.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"507\" height=\"401\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4373\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-2.jpg 507w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-2-300x237.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>lm Fokus: Firmen bis 500 Mitarbeiter<\/strong><br>13 000 reduziert. Da mechanische Bearbeitung nicht gleichzusetzen ist mit spanender Bearbeitung, haben die Aachener Spezialisten in einer Stichprobenbetrachtung den m\u00f6glichen Anteil der wirklichen relevanten Betriebe (also mit Zerspanung) abgeleitet. Um das Marktpotenzial absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wurden dann Annahmen \u00fcber die durchschnittlichen Lizenzkosten der entsprechenden Systemkategorien gesch\u00e4tzt. Im Ergebnis zeigt sich, dass der &#8220;klassische&#8221; Mittelstand mit bis zu 500 Mitarbeitern dass interessanteste Marktsegment darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Zieht man in Betracht, das TDM-Systems (vormals Walter TDM) als Marktf\u00fchrer gem\u00e4\u00df ver\u00f6ffentlichtem Jahresabschluss 2005 4,4 Mio. Euro Umsatz gemacht hat, wird das Marktpotenzial noch unterstrichen. Au8erdem: Block und Bleistift, MS-Excel oder andere &#8220;Eigenbauten&#8221; sind noch immer weit verbreitet. Das Marktpotenzial stellt sich f\u00fcr potenzielle Anwender deutlich anders dar: Hier z\u00e4hlt vor allem der Nutzen, den die Systeme bieten. Wertet man die Rahmendaten der Studie aus dieser Perspektive aus, m\u00fcssten sich TM-System wie die ber\u00fchmten &#8220;warmen Semmeln&#8221; verkaufen. Denn in Summe \u00fcbertrifft das zu erwartende Einsparpotenzial die Lizenzkosten deutlich. Doch bei n\u00e4herem Hinsehen wird ersichtlich, wie fragmentiert der Markt ist. Um zu der Einsch\u00e4tzung des Einsparpotenzials zu gelangen, hat die CIM GmbH Erfahrungswerte aus unterschiedlichen eigenen TM-Projekten und auch aus der Literatur entnommen. Demnach machen die Werkzeugkosten durchschnittlich drei Prozent der Fertigungskosten aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Zehn Prozent der Werkzeugkosten einsparen<\/strong><br>Im typischen TM-Projekt werden, konservativ gesch\u00e4tzt, zehn Prozent der Werkzeugkosten mit reduzierter Vielfalt und kleineren Best\u00e4nden eingespart. Ber\u00fccksichtigt man die unterschiedlichen Fertigungstiefen, so kann aus den Umsatzzahlen des statistischen Jahrbuchs eine Absch\u00e4tzung des m\u00f6glichen Potenzials getroffen werden. Auch wenn das Potenzial aufgrund der Vielzahl der Betriebe beeindruckend ist, zeigt sich doch f\u00fcr den Durchschnittsbetrieb eine eher \u00fcberschaubare Gr\u00f6\u00dfenordnung. Auf den ersten Blick attraktiv ist Toolmanagement offensichtlich nur f\u00fcr wenige. Und dabei ist noch nicht ber\u00fccksichtigt, dass aus der Nutzerperspektive die angenommenen Lizenzkosten das geringste Problem sind. F\u00fcr den Anwender entstehen zus\u00e4tzliche Projektkosten f\u00fcr Customizing und Beratung, vor allem auch interner Aufwand.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"447\" height=\"200\" src=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4374\" srcset=\"https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-3.jpg 447w, https:\/\/cim-aachen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/fertigung06-3-300x134.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Dieses statistische Bild wird durch die Momentaufnahmen eigener Projekterfahrungen und durch die in entsprechenden Erfolgsberichten einzelner Systemanbieter geschilderten Ergebnisse &#8220;gest\u00f6rt&#8221;. Zum einen liegen die Produktivit\u00e4tspotenziale zu gro\u00dfen Teilen in Prozesskosten (Personal zum Aufrechterhalten des Materialflusses) und der Erh\u00f6hung der Maschinenverf\u00fcgbarkeit. Die direkten Werkzeugkosten kommen abgesehen von Einmaleffekten durch obsolete Werkzeugbest\u00e4nde erst sp\u00e4ter in den Fokus. Zum anderen geh\u00f6rt zum Angebot der Systemanbieter heutzutage mehr als nur Softwarepakte abzuliefern. Und schlie\u00df1ich wird die Einf\u00fchrung und der Betrieb entsprechender Softwarepakete durch verschieden Initiativen zur Datenbereitstellung wesentlich vereinfacht. Es lohnt sich also, auf die Details zu achten und die M\u00f6glichkeiten des Toolmanagements vor dem Hintergrund der Gegebenheiten im eigenen Unternehmen zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Toolmanagement- Seminar<\/strong><br>Am 27. Februar 2007 l\u00e4dt die CIM GmbH zu einem Toolmanagement-Seminar ins Hotel Maritim in Ulm. Kernpunkte der sehr praxisorientierten Veranstaltung sind die Aufwand- \/Nutzen-Betrachtung solcher Systeme, das Schaffen der organisatorischen Voraussetzungen sowie die richtige Softwareauswahl und -einf\u00fchrung. N\u00e4here Infos unter <a href=\"http:\/\/www.cim-aachen.de\/showsem.php?seminar=tm07\">www.cim-aachen.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in fertigung, November 2006<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Serie Werkzeugverwaltung in der Praxis, Teil 1 Richtig eingesetztes Toolmanagement kann gro\u00dfe Zeit- und Kosteneinsparungen realisieren. Trotzdem ist es um diesen Bereich etwas still geworden. Zusammen mit der CIM GmbH, Aachen, will die Zeitschrift fertigung in einer mehrteiligen Serie die M\u00f6glichkeiten, die in praxisnahem Toolmanagement stecken, herausarbeiten. 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