{"id":4291,"date":"2007-04-26T11:22:00","date_gmt":"2007-04-26T09:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4291"},"modified":"2024-11-25T15:24:06","modified_gmt":"2024-11-25T14:24:06","slug":"lean-administration","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/lean-administration\/","title":{"rendered":"Lean Administration"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Teil 1: Mehr als ein Management-Hype!?<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ingo Laqua<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Auf der Suche nach wirksamen Tools zur Verschlankung von Unternehmensstrukturen st\u00f6\u00dft man auf die Lean Administration, die die Vermeidung von Verschwendung in verwaltenden Unternehmensbereichen verspricht. Richtig eingesetzt, lassen sich hierdurch nachhaltige Optimierungen der Gemeinkosten realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Die Produktivit\u00e4t administrativer Unternehmensbereiche stellt f\u00fcr viele Unternehmen ein zentrales Problem dar. Die Gemeinkostenbereiche wurden bei der Verschlankung der Produktion einfach \u00fcbersehen. \u00dcbersehen? Meistens war es auch nur einfacher, die offensichtlicheren Potenziale in Produktion und Lager zu realisieren und das Problemkind Verwaltung au\u00dfen vor zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Auf dem Weg zur optimierten Verwaltung<\/strong><br>Der Unterschied zwischen administrativen Bereichen und der Produktion liegt in erster Linie in der Prozessintransparenz. Diese Intransparenz l\u00e4sst sich an zwei Aspekten festmachen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Kunden und Produkte der Administration sind nicht eindeutig. (Was produziert die Auftragsabwicklung und wer ist ihr Kunde?)<\/li>\n\n\n\n<li>Es ist nicht festgelegt, wie lange die Erstellung eines Produktes dauern soll. Deswegen ist die Messung der Produktivit\u00e4t so schwer.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Es fehlen oft die Ma\u00dfst\u00e4be, was in einer gut organisierten Produktion aus den Arbeitspl\u00e4nen hervorgehen soll. Auch in der Ablauforganisation sind die meisten Produktionsbereiche weit voraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Die Strukturierung administrativer Prozesse<\/strong><br>Mit Einf\u00fchrung der DIN ISO 9001:2000 wurde der prozessorientierte Gedanke im Industriebetrieb stark vorangetrieben. Die \u00dcbersetzung der alten Qualit\u00e4tsmanagement- Dokumentation auf die neue Norm brachte aber nicht automatisch den Prozessgedanken mit sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die durchg\u00e4ngig abzubildenden Kernprozesse der Administration sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Angebotserstellung (demand  to order)<\/li>\n\n\n\n<li>Beschaffung (purchase to  pay)<\/li>\n\n\n\n<li>Auftragsabwicklung (order  to  cash)<\/li>\n\n\n\n<li>Entwicklung (concept  to  launch)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommen St\u00fctzprozesse, die vorrangig zur Unterst\u00fctzung der eigenen Abl\u00e4ufe dienen. Hierzu geh\u00f6ren z. B.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Qualit\u00e4tsmanagement HR (Human Resources)<\/li>\n\n\n\n<li>Logistik<\/li>\n\n\n\n<li>Produktionsnahe St\u00fctzprozesse (Fertigungsplanung, Instandhaltung )<\/li>\n\n\n\n<li>Controlling.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Die Produktdefinition<\/strong><br>Alles, was nicht der Produkterstellung dient, ist zun\u00e4chst als Verschwendung zu betrachten. Sie erinnern sich: Wertsch\u00f6pfung ist Wertsch\u00e4tzung des Kunden. Deswegen ist die Definition der Produkte so wichtig. Ein Produkt ist somit ein abgeschlossenes Arbeitsergebnis, das von einer nachgelagerten Stelle (interner Kunde) ben\u00f6tigt wird. Beispiele f\u00fcr Verwaltungsprodukte sind Angebote, Fertigungsauftr\u00e4ge, Rechnungen oder Reports. Die Notwendigkeit dieser Produkte wird dabei grunds\u00e4tzlich hinterfragt (z. B.: Wer braucht welche Reports wof\u00fcr?)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/ca0107-4-1.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Methodisch sind die Produkte damit genau das, was bei der Prozesskostenrechnung die Kostentreiber sind. Der Trick besteht jetzt darin, nur mit den Augen des Kunden gut von schlecht zu trennen. Gut ist, was gebraucht wird, der Rest ist Verschwendung. Oder ein Vorprodukt, das als notwendiges \u00dcbel f\u00fcr die Endprodukte gebraucht wird. Beispielsweise ist die Einf\u00fchrung einer Datenbank notwendiges \u00dcbel, um eine Adressverwaltung aufbauen zu k\u00f6nnen. Fast alle IT-Themen fallen unter die Kategorie notwendiges \u00dcbel. Denn IT ist kein Selbstzweck. Lassen Sie die letzten IT-Projekte Revue passieren. Was war der eigentliche Zweck? Schneller, k\u00fcrzer,  alles keine Produkte! Was sollte schneller gehen? Das sind die Produkte!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ruf nach IT hei\u00dft den zweiten vor dem ersten Schritt zu gehen. Der erste Schritt sollte immer <strong>Optimierung administrativer Prozesse<\/strong> hei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fortsetzung folgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in CIM Aktuell, 01\/2007<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 1: Mehr als ein Management-Hype!? Ingo Laqua Auf der Suche nach wirksamen Tools zur Verschlankung von Unternehmensstrukturen st\u00f6\u00dft man auf die Lean Administration, die die Vermeidung von Verschwendung in verwaltenden Unternehmensbereichen verspricht. Richtig eingesetzt, lassen sich hierdurch nachhaltige Optimierungen der Gemeinkosten realisieren. 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