{"id":4257,"date":"2008-04-25T18:20:00","date_gmt":"2008-04-25T16:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4257"},"modified":"2024-04-25T18:23:37","modified_gmt":"2024-04-25T16:23:37","slug":"produktionscontrolling-frueher-wissen-was-laeuft","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/produktionscontrolling-frueher-wissen-was-laeuft\/","title":{"rendered":"Produktionscontrolling &#8211; Fr\u00fcher wissen, was l\u00e4uft"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dashboarding: RELEVANTE INFORMATIONEN AUFBEREITEN<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ingo Laqua, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, CIM Aachen GmbH<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Moderne IT-Systeme stellen heute sicher, dass Informationen im Industrieunternehmen schnell f\u00fcr alle Unternehmensbereiche verf\u00fcgbar sind. Erzeugt werden diese Daten in ERP- und Subsystemen wie MES, APS, CAQ oder CRM-Systemen, die versprechen, alle Managementfragen mit ihren Analysen zu beantworten. In der Praxis stelt sich aber schnell die Ern\u00fcchterung ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Ein Meister ist mit den bereitgestellten Daten eines Manufacturing Execution System sicherlich zufrieden. Fragestellungen des Managements lassen sich mit einem System alleine h\u00e4ufig nicht beantworten. Gleiches gilt f\u00fcr Unternehmen mit verteilten Produktionsstandorten, die unternehmensinterne Investitionsentscheidungen oder Auftragsvergaben aufgrund von Produktivit\u00e4ts- oder Herstellkostenbenchmarks treffen wollen. In diesen F\u00e4llen sind eine aufw\u00e4ndige Datenkonsolidierung aus unterschiedlichen Systemen und deren &#8220;managementgerechte&#8221; Aufbereitung erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/IA_1008-1.jpg\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Business Intelligence-Systeme versprechen hier Abhilfe. Sie bieten umfangreiche Tools zur Sicherstellung solcher Funktionen. Bl sammelt Daten und bereitet sie entscheidungsorientiert auf. Das Ergebnis sind individuell konfigurierbare Dashboards, die alle relevanten Informationen f\u00fcr das Management aufbereiten. Hierzu z\u00e4hlt exemplarisch auch die Balanced Scorecard, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Sichten per se auf unterschiedliche Datent\u00f6pfe zugreift.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">\u00dcber das reine Dashboarding hinaus bieten Bl-Systeme auch die Berichtserstellung und -verteilung, Datenanalyse, Planung und Budgetierung sowie Konzernkonsolidierung und statistische Methoden. Dahinter steckt eine oft sehr aufw\u00e4ndige Software-Architektur, die die &#8220;bunten Bildchen&#8221; f\u00fcr das Management \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich macht. Was im Ergebnis so einfach aussieht, muss zuvor aus unterschiedlichen Systemen ausgelesen, integriert, gespeichert, aufbereitet und angewendet werden. Hierzu kommen unterschiedliche Werkzeuge wie Datawarehouse, OLAP (on-line analytical processing), Data Mining und MIS (Management Informationssystem) zum Tragen, die ein solches Bl-Konzept relativ schnell sehr komplex und damit auch teuer werden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">K\u00f6nnen Bl-Systeme mit solch einer Architektur und multidimensionalen Abfragen auch noch so interessante Informationen liefern so ist das Ergebnis immer nur so gut wie die Daten, die zuvor eingespielt werden. Und da haben viele Unternehmen bekanntlich akuten Handlungsbedarf. Auch muss im Vorfeld definiert werden, welche Informationen zur Unternehmensf\u00fchrung ben\u00f6tigt werden. Schlie\u00dflich geht es nicht darum m\u00f6glichst viele Kennzahlen und Informationen zur Verf\u00fcgung zu stellen, das k\u00f6nnen sicherlich alle BI-Systeme, wenn sie entsprechend gef\u00fcttert werden. Vielmehr geht es darum die wenigen, zur Unternehmensf\u00fchrung relevanten Kennziffern zu identifizieren und diese dann auch aktiv zur Steuerung von Unternehmensprozessen einzusetzen. Zu wissen, welche Unternehmensprozesse im letzten Monat ihr Ziel verfehlt haben, ist zwar interessant, hilft aber nur wenig beim Steuern der Prozesse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Wie auch in anderen IT-Bereichen, hat auf dem Bl-Markt eine umfassende Konsolidierungswelle eingesetzt. Nach den gro\u00dfen \u00dcbernahmen im letzten Jahr wie Hyperion durch Oracle, Business Objects durch SAP oder Cognos durch IBM werden nun auch mittelst\u00e4ndische Unternehmen \u00fcbernommen. So wurde im Sommer das deutsche Unternehmen Cubeware von der indischen Cranes-Gruppe \u00fcbernommen. Durch diese \u00dcbernahmen haben die Big Player der Branche ihren Marktanteil innerhalb eines Jahres von einem F\u00fcnftel auf zwei Drittel ausgebaut. Insgesamt w\u00e4chst der Markt f\u00fcr Bl-Systeme weiter. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/IA_1008-2.jpg\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Zu erkennen ist aber auch, dass sich das klassische Bl-Segment mittelfristig aufl\u00f6sen wird, da diese Funktionen zunehmend auch in ERP-Systemen vorzufinden sind. Nicht zuletzt durch die beschriebenen und weiteren \u00dcbernahmen haben IBM, Microsoft, Oracle und SAP Know-How im Bl-Bereich eingekauft, was den ERP-Nutzern definitiv zugute kommt. Wann und in welchem Umfang und zu welchem Preis ist lediglich eine Frage der jeweiligen Produktpolitik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Aus funktionaler Sicht reicht die Bandbreite an Bl-L\u00f6sungen vom kleinen Kennzahlenmonitor, der bereits f\u00fcr einen sehr kleinen f\u00fcnfstelligen Betrag Kennzahlen visualisiert, bis zur ausgewachsenen Bl-Konzernl\u00f6sung im siebenstelligen Bereich. Es ist halt nicht nur eine Frage, was man braucht, sondern wie so oft, was man daraus macht. Trotz oder gerade wegen des stark wachsenden Bl-Umfeldes stellt sich die Frage: Wer braucht ein solches System, das letztendlich nur den Mehrwert von Information und Transparenz bietet, aber eigentlich keine eigenst\u00e4ndige Funktion in der IT-Landschaft des Unternehmens \u00fcbernimmt? Schlie\u00dflich bedeuten umfassende Bl-L\u00f6sungen f\u00fcr ein mittelst\u00e4ndisches Unternehmen schnell den Gegenwert einer komplexen Produktionsanlage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Nicht umsonst sind umfassende Bl-Tools deswegen heute noch \u00fcberwiegend in Konzernen und dort im Controlling zu finden. Der klassische Mittelstand greift immer noch gerne auf herk\u00f6mmliche Office-L\u00f6sungen zur\u00fcck, auch wenn die Bl-Branche diese Zielgruppe l\u00e4ngst als potenzielles Opfer erkannt hat. Interessant werden Bl-Systeme f\u00fcr Unternehmen, die \u00fcber verteilte Standorte verf\u00fcgen und eine schnelle Datenkonsolidierung, etwa in der Budgetierung oder im Reporting, ben\u00f6tigen. Hier spielen solche Systeme als add-on zur bestehenden IT-Landschaft ihre St\u00e4rke aus und bieten oft einen Mehrwert gegen\u00fcber klassischen ERP-L\u00f6sungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/IA_1008-3.jpg\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Bl-Systeme sind auch interessant, wenn in unterschiedlichen Unternehmensbereichen verschiedene IT-L\u00f6sungen zum Einsatz kommen. Dies betrifft daher auch Unternehmen, deren IT-Umgebung aufgrund von Unternehmensakquisitionen heterogen geworden ist. Neben der zeitaufw\u00e4ndigen Umstellung der neu zugekauften Unternehmen auf eine Standard-Software bieten sich hier f\u00fcr die Datenkonsolidierung die dann doch h\u00e4ufig g\u00fcnstigeren Bl-L\u00f6sungen an. Im globalen Umfeld ist hiervon auch zunehmend der Mittelstand betroffen. Produktionsstandorte in Indien, Joint Ventures in Asien und Vertriebsb\u00fcros auf mehreren Kontinenten k\u00f6nnen durchaus einen Anlass zur Implementierung solcher Bl-L\u00f6sung bieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Nicht zuletzt kann ein Grund f\u00fcr ein Bl-System auch in der Anforderung nach einer h\u00f6heren Produktivit\u00e4t liegen. Denn wie bei anderen IT-Systemen auch, muss der Aufwand f\u00fcr das Analysieren und Reporten mit einem System niedriger sein als zuvor. Und das muss sich dann in freiwerdende Kapazit\u00e4ten widerspiegeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Es gibt aber zahlreiche Beispiele, in denen Unternehmen tats\u00e4chlich ihr Ergebnis durch schnellere und fundiertere Entscheidungen auf Basis einer deutlich verbesserten Informationsgrundlage optimiert und Fehler bereits im Vorfeld vermieden haben. Einen Mehrwert schafft das Unternehmen nicht durch die Anschaffung einer BI-L\u00f6sung, sondern durch das intelligente Arbeiten damit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in Industrie Anzeiger, Oktober 2008<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dashboarding: RELEVANTE INFORMATIONEN AUFBEREITEN Ingo Laqua, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, CIM Aachen GmbH Moderne IT-Systeme stellen heute sicher, dass Informationen im Industrieunternehmen schnell f\u00fcr alle Unternehmensbereiche verf\u00fcgbar sind. Erzeugt werden diese Daten in ERP- und Subsystemen wie MES, APS, CAQ oder CRM-Systemen, die versprechen, alle Managementfragen mit ihren Analysen zu beantworten. 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