{"id":4224,"date":"2008-04-25T17:39:00","date_gmt":"2008-04-25T15:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cim-aachen.de\/?post_type=ept_publikation&#038;p=4224"},"modified":"2024-11-25T14:49:14","modified_gmt":"2024-11-25T13:49:14","slug":"lean-production-lean-itmundgerechte-werkzeugdaten-fuer-ihre-softwareanwendungen","status":"publish","type":"ept_publikation","link":"https:\/\/cim-aachen.de\/en\/publikationen\/lean-production-lean-itmundgerechte-werkzeugdaten-fuer-ihre-softwareanwendungen\/","title":{"rendered":"Lean Production = Lean IT?Mundgerechte Werkzeugdaten f\u00fcr ihre Softwareanwendungen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Boris Kaiser<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">Die schlanke Produktion erm\u00f6glicht die reaktionsschnelle Bedienung der Kundenw\u00fcnsche mit minimalem Aufwand. Eine Herausforderung, der sich die meisten Produktionsbetriebe erfolgreich stellen. Doch gelingt es nur in seltenen F\u00e4llen, die variantenreiche Produktion tats\u00e4chlich mit &#8220;Block und Bleistift&#8221; zu organisieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">So steht es au\u00dfer Frage, dass f\u00fcr die Produktionsvorbereitung von Industrial Engineering bis zur NC-Programmierung IT-Systeme eingesetzt werden. Auch wenn es darum geht, materialversorgte Auftr\u00e4ge in die Fertigung zu geben, f\u00fchrt in Zeiten enger Materialversorgung kaum ein Weg an der IT vorbei. Und in der Fertigung hei\u00dft &#8220;materialversorgt&#8221; auch, dass Werkzeuge, Betriebs-, Mess- und Pr\u00fcfmittel und NC-Programme bereitstehen.<br>IT-Systeme sind also auch aus der schlanken Produktion nicht wegzudenken. Doch wenn man den IT-Betrieb mit den Kriterien des Lean Manufacturing bewertet, dann wei\u00df man, was Verschwendung hei\u00dft!<br>Ein wichtiger Hebel zur schlanken Informationsverarbeitung ist die Datenbereitstellung, denn IT-Systeme werden weit unter ihren M\u00f6glichkeiten betrieben, weil Daten fehlen oder nicht in der ausreichenden Qualit\u00e4t vorliegen. Dieser Missstand tritt besonders krass zu Tage, wenn es um Werkzeugdaten f\u00fcr CAD\/ CAM- und Simulationssysteme geht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/cimaktuell0108\/ca0108-17.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\">In vielen F\u00e4llen pflegen die Anwender Parameter f\u00fcr Parameter jedes ihrer Werkzeuge per Hand und in m\u00fchseliger Kleinarbeit in die oft erschreckend leeren Datenbanken der (theoretisch) \u00e4u\u00dferst leistungsf\u00e4higen Softwaresysteme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Die Grenzen der Standards<\/strong><br>Redundante Datenpflege ist heute ein Synonym f\u00fcr Fehleranf\u00e4lligkeit, Verschwendung und R\u00fcckschritt. Warum also Daten neu eingeben, wenn sie doch beim Werkzeughersteller bereits l\u00e4ngst vorhanden sind? Und die Formatfrage ist doch auch schon lange gekl\u00e4rt.<br>Trotzdem schl\u00e4gt die direkte Verwendung der Daten vom Werkzeughersteller oft fehl. Die Daten weisen h\u00e4ufig L\u00fccken auf und sind so nicht zu verwenden. Der Grund daf\u00fcr ist, dass dem Kunden Daten zur richtigen Auswahl, in erster Linie seiner Werkzeuge an die Hand gegeben werden. Die Anforderungen eines CAD\/ CAM-Systems an Werkzeugdaten gehen aber weit dar\u00fcber hinaus.<br>Weil sowohl Anwender wie Werkzeughersteller Verschwendung vermeiden wollen, ist der Nutzen der Standards wie DIN 4000 begrenzt. Aufgrund der Datenl\u00fccken setzen viele Anwender darauf, die Daten lieber gleich selbst zu erfassen, und damit das Optimum f\u00fcr ihre Anwendung zu haben. Die aufgrund der enormen Informationstiefe, beispielsweise der DIN 4000, k\u00f6nnen Werkzeughersteller nicht &#8220;blind&#8221; alle m\u00f6glichen Parameter im Sinne einer Maximalmenge liefern. Der Grenznutzen der Datenbereitstellung liegt weit unter den bis zu 80 Parametern pro Werkzeug lt. DIN 4000.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Sehen Lernen  Was will der Kunde?<\/strong><br>Zur Probleml\u00f6sung bietet sich der Griff in Methoden des Lean Manufacturing. Es gilt, aus der Perspektive der Kunden den Datenbedarf zu segmentieren. Denn die Werkzeughersteller wissen oft gar nicht, welche Daten von ihren Kunden ben\u00f6tigt werden. Um es noch komplizierter zu machen: Die Kunden wissen es meistens auch nicht, denn wer schaut schon genau in die Datenspezifikation der Anwendungssysteme?<br>Die L\u00f6sung bietet CIMAachen: Durch eine gro\u00df angelegte Erfassung der von zahlreichen Systemanbietern geforderten Pflichtfelder werden spezifische Anforderungsprofile f\u00fcr Stammdaten erstellt. Dazu m\u00fcssen die Anforderungen entlang des umgekehrten Datentransferweges, d.h. aus Anwendersicht in die jeweiligen Austauschformate \u00fcbersetzt werden. Daraus lassen sich dann Untermengen bilden, die f\u00fcr bestimmte Anwendersegemente ben\u00f6tigt werden. Diese &#8220;Subsets&#8221; werden an die Werkzeughersteller kommuniziert. Wenn ein Werkzeughersteller beispielsweise &#8220;Exapt&#8221;- Anwender bedienen will, dann muss er diesen Subset bereitstellen. Nutzt er daf\u00fcr die Tools- United-Plattform, \u00fcbernimmt CIMAachen die Qualifizierung der entsprechenden Daten. Im Sinne eines Eignungstests, werden die Daten direkt beim Hersteller \u00fcberpr\u00fcft. Nicht nur auf Konsistenz und Wertebereiche, sonder auf ihre Eignung f\u00fcr angeschlossene Systeme.<br>So erh\u00e4lt man eine \u00dcbersicht, wie viel Prozent der Datens\u00e4tzen sich f\u00fcr die Verwendung in einem bestimmten System eignen. Dar\u00fcber hinaus wird ein allgemeiner Markt\u00fcberblick \u00fcber die geforderten Parameter von Stammdaten erstellt. So ist ein Werkzeughersteller in der Lage den Wirkungsgrad seiner Daten gezielt durch eine geschlossene Ma\u00dfnahme auf die von ihm gew\u00fcnschten Systeme auszuweiten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.cim-aachen.de\/wp-content\/themes\/cim-aachen\/wissen_alt\/images\/cimaktuell0108\/ca0108-18.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-justify wp-block-paragraph\"><strong>Mundgerechte Daten kommen aus ToolsUnited<\/strong><br>Die ToolsUnited Plattform wird im besten Lean-Verst\u00e4ndnis zum Push-Pull-System. Die Eignungstests qualifizierten Daten werden von den Herstellern anwenderneutral auf die Plattform geschoben (Push). Der Anwender zieht die Daten direkt in die verschiedenen Softwaresysteme &#8211; und zwar mit Parametern in allen geforderten Pflichtfeldern! F\u00fcr die Softwareanwender wird so das Leben denkbar einfach: Per &#8220;Pull-Prinzip&#8221; ziehen sich die Programme an Hand der Bestellnummer die Daten und Grafiken direkt \u00fcber das Internet in die Datenbank. Diesen Weg gehen bereits einige unsere Schnittstellenpartner wie Exapt oder COSCOM. Auf unserer Homepage finden Sie weitere Partner und die M\u00f6glichkeit, eine Demoversion unserer Systeme zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><strong>erschienen in CIM Aktuell, 01\/2008<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Boris Kaiser Die schlanke Produktion erm\u00f6glicht die reaktionsschnelle Bedienung der Kundenw\u00fcnsche mit minimalem Aufwand. Eine Herausforderung, der sich die meisten Produktionsbetriebe erfolgreich stellen. Doch gelingt es nur in seltenen F\u00e4llen, die variantenreiche Produktion tats\u00e4chlich mit &#8220;Block und Bleistift&#8221; zu organisieren. 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